Partysan 05 mit eigenen Fanbus nach Stuttgart


Der FSV Mainz 05 wurde in seinem ersten Bundesliga – Spiel wahrlich durch den „Cacao“ gezogen


VFB Stuttgart – 1.FSV Mainz 05   4:2

 

VfB Stuttgart: Hildebrand  - Hinkel , Stranzl , Babbel , H. Gerber  - Soldo  - Meißner , Heldt  - A. Hleb  - Szabics , Cacau  - Trainer: Sammer


FSV Mainz 05: Wache  - Nikolic , M. Friedrich , Bodog , Rose  - Babatz  - F. Gerber , da Silva  - N. Weiland , Dworrak , Auer  - Trainer: Klopp


Eingewechselt: 62. Kuranyi für Szabics, 72. Lahm für Heldt, 89. Vranjes für H. Gerber - 46. Kramny  für da Silva, 58. Casey  für Auer, 71. Weber für Dworrak

Zuschauer: 45.000

Gelbe-Karten: Soldo - Babatz



Es ist Sonntag, der 08.08.2004. Der Fanclub Partysan 05 startet mit seinem eigenen Fanbus zum ersten Bundesligaspiel des FSV Mainz 05 nach Stuttgart. Mit guter Stimmung und reichlich gut gekühlten Getränken geht´s ab 13.00 Uhr mit dem Bus Richtung Stuttgart.

Auf dem Rastplatz „Kraichgau“ wird um 14:45 Uhr eine halbstündige Pause eingelegt. Kaum auf dem Parkplatz angekommen, trifft man nur noch Anhänger der 05er. Gegen 16:00 Uhr ist Stuttgart erreicht. Kurz vor dem Stadion wird noch schnell ein Gruppenbild geschossen und dann geht´s auch schon in den Block D. Kaum angekommen, scheint das Stadion schon in Mainzer Hand zu sein. Gut und gern verfolgen 7000 05er das erste Bundesligaspiel live im Stadion.

Das Spiel beginnt mit einer Freistoß- Chance für Mainz. Gerber im VfB-Trikot klärt zum Eckball. Nach gut zehn Minuten spielt Hleb auf Hinkel, dieser paßt in den Straufraum, doch Bodog klärt zur Ecke. Held schlägt den Eckball auf Cacao, dieser verlängert mit dem Kopf auf Babbel. Der wiederum schlägt aber über den Ball. Nach einer Viertelstunde scheitert Niclas Weiland nach gewonnenen Laufduell an Timo Hildebrand. Gut fünf Minuten später paßt Hleb wieder auf die Außen zu Hinkel. Dieser flankt nach innen und Marco Rose klärt erneut zur Ecke. Wieder wird der Eckball von Held herein geschlagen. Soldo verlängert mit dem Kopf auf dem am langen Pfosten völlig freistehenden Cacao. Dieser braucht nur noch seinen Schädel hinzuhalten und somit heißt es 1:0 für den VfB. Typisch Mainz. Wurde jemals in den letzten drei Jahren der lange Pfosten abgedeckt? Nach Foul von Soldo an Gerber, sieht dieser kurz darauf die gelbe Karte. Nach einer halben Stunde flankt Soldo vom Mittelkreis über gut und gerne 30m auf die Außenposition auf Szabics. Dieser spielt über den Straufraum auf den freistehenden Meißner. Per Kopf bringt Meißner den Ball in den 16ner. Cacao stand wieder völlig frei und erzielt per Volleyschuss die verdiente 2:0- Führung für Stuttgart.

Dies ist dann auch der Pausenstand.

Nach der Halbzeit zeigt Mainz jedoch Moral und kommt in der 49. Minute zu einem Freistoß. Die Distanz beträgt gut und gerne 25m. Aber kein Problem, Mainz hat eben einen „Bum-Bum-Babatz“. Dieser läuft an, trifft den Ball perfekt. Der Ball fliegt wie an der Schnurr gezogen Richtung Tor. Durch die Außenrotation ist Hildebrand im Gehäuse des VfB´s ohne jede Chance und es heißt nur noch 1:2. Mainz erhöht den Druck nach vorne. Stuttgart brilliert aber mit gekonntem Flügelspiel. Kurz darauf flankt wieder Soldo von der Eckfahne Richtung Tor. Meißner hatte sich freigelaufen, köpfte mit seiner Porzelanbirne Dimo Wache unglücklich auf den Oberschenkel. Dieser hatte aber keine Chance, den Ball zu parieren und plötzlich stand es 3:1 für Stuttgart. Diese hätten zwischenzeitlich gar auf 4:1 erhöhen können, aber die Luft schien aus der Partie zu sein. In der 75. Minute gab es dann erneut Freistoß für Mainz 05. Babatz packte wieder einen Hammer aus, Hildebrand konnte die Kugel nur prallen lassen und Bodog schob lässig zum 3:2 Anschluß ein. Plötzlich machte sich unter den Mainzern wieder Hoffnung breit. Doch wiederum hatte der VfB eine Antwort parat. Wieder ein langer Paß aus der Abwehr. Cacao hatte sich frei gelaufen und lief alleine auf das Tor zu. Wache war heraus geeilt, wollte schlimmeres vermeiden, doch der Brasilianer schob den Ball zum 4:2 lässig ins Tor. Dies war zugleich das Endergebnis.

Trotz der ersten Niederlage im Gepäck traten die Partysanen die Heimreise mit bester Laune an. Schließlich verlor man gegen ein Spitzenteam nur mit zwei Toren Unterschied und legte Hildebrand, der letzte Saison über 800 Minuten ohne Gegentor blieb, zwei Eier ins Nest.

Um 23:00 Uhr war Guntersblum erreicht und einige Fans die noch nicht genug hatten ließen den Abend auf dem Niersteiner Winzerfest ausklingen.

Nun heißt es volle Konzentration auf die Heimpremiere am Bruchweg gegen den HSV. Die Partysanen werden wieder zahlreich vertreten sein und hoffen auf die ersten Bundesliga-Punkte.